Heinrich Philipp Wilker zu Felsen, 16811760 (aged 78 years)

Name
Heinrich Philipp /Wilker zu Felsen/
Given names
Heinrich Philipp
Surname
Wilker zu Felsen
Also known as
/Winkler zu Felsen
Birth April 8, 1681 24 44
Birth of a brotherCaspar Bernhard Wilker zu Felsen
March 5, 1682 (aged 10 months)
Death of a paternal grandfatherPhilipp Honebrink
August 13, 1692 (aged 11 years)
Marriage of a half-siblingNikolaus Heinrich Wilker zu FelsenAnna Catharina SteinkampView this family
November 6, 1708 (aged 27 years)

Religious marriageFerdinandina Emerantiana MönnichView this family
May 1715 (aged 34 years)
Religion: röm.-kath.
Birth of a sonJohannes Bernhard Wilker zu Felsen
August 2, 1716 (aged 35 years)
Birth of a sonJohann Heinrich Wilker zu Felsen
May 15, 1720 (aged 39 years)
Death of a motherCatharina Vornholt
December 6, 1723 (aged 42 years)
Death of a half-brotherHermann Jacob Wilker zu Felsen
November 19, 1728 (aged 47 years)
Death of a fatherJohann Heinrich Kleine-Honebrink
April 14, 1729 (aged 48 years)
Death of a sonJohannes Bernhard Wilker zu Felsen
February 17, 1735 (aged 53 years)
Birth of a grandsonJohann Georg Philip Wilker zu Felsen
January 1744 (aged 62 years)

Marriage of a childJohann Heinrich Wilker zu FelsenIsabell Hedwig Franzelina BuschView this family
February 11, 1744 (aged 62 years)
Religion: röm.-kath.
Birth of a granddaughterAnna Maria Wilker zu Felsen
December 10, 1744 (aged 63 years)
Death of a brotherCaspar Bernhard Wilker zu Felsen
August 23, 1753 (aged 72 years)
Death January 3, 1760 (aged 78 years)
Unique identifier
ECCCA5095913A348A473124BBB8DEE010000

Shared note

Wilker zu Felsen:

Heinrich Philipp ist der älteste Colon Wilker, auf den sich die heutigen Namensträger Wilker zu Felsen zurückführen lassen. Sein Vater und seine Mutter entstammen beide anderen Familien (Honebrinck in Nordhausen und Vornholt in Spenge), so daß der neue Colon mit den früheren Generationen der Hofbesitzer im biologischen Sinne nicht mehr verwandt war. Für das benachbarte Kirchspiel Belm ist nachgewiesen, daß in der Zeit von 1650 – 1860 in 31 Fällen eine solche Erbfolge statt fand, wobei in einigen Fällen ein Kind des ursprünglichen Hoferben vorhanden war. Weshalb Heinrich Philipp als Sohn zweiter Ehe und nicht sein älterer Stiefbruder Hermann Jacob das Hoferbe antrat, läßt sich auch aus der umfangreichen Akte, die denProzeßvon1702 – 1712 enthält, nicht eindeutig rekonstruieren.

Bisher hat sich ein Heiratseintrag von Heinrich Philipp Wilker in Ostercappeln nicht finden lassen. Er war mit Ferdinandina Emerantiana Mönnich verheiratet, Tochter des Küsters Rudolph Mönnich und der Margarethe Gevers. Sie war zu Ostercappeln getauft am 13.2.1683 und eine Nichte des Pastors Johannes Bernhard Gevers, den sie in dessen späteren Lebensjahren wohl auch versorgt hat. Jedenfalls sollte sie nach dem Testament des Pastors aus dem Jahre 1712 neben ihren drei Geschwisternnicht nur den entsprechenden Teil erhalten, sondern auch als Aussteuer vorneweg 50 Reichsthaler und für jedes Jahr, das sie ihm gedient hatte, weitere 6 Reichsthaler. Die Heirat der beiden muß nach dem 19. Mai 1715 statt gefunden haben, da an diesem Tage die Auffahrt der jungen Leute beim Domkapitel in Osnabrück vereinbart worden ist. Kurze Zeit später, am 20. Juni, wurde dann die Urkunde über die Auffahrt durch den Oboedientiar ausgestellt.

Eine der ersten Fragen, denen sich Heinrich Philipp zu stellen hatte, war die Abfindung seiner Stiefgeschwister aus der ersten Ehe der Mutter. Über die Kinder aus ihrer Ehe mit Jobst Wilker heißt es: „1mo Eine Tochter Anna Margaretha, verheyratet an der Schlürey. 2do Hermann Jacob ältester Sohn, nicht geheyratet 3tio Henrich Wilker, verheyratet auf Meyerhoff zu Ostringen (= Meyer zu Östringen in Haste) 4to Claus Heinrich, Huntumb geheyratet auff Hunthumbs Stette (= Nachbarhof Huntemann in Felsen) 5to Eine Tochter Elsabein, verheyratet im Leefsbröck (= Lembruch) auffm Konkings Stette (= Hof Künker) 6to Anna Catharina, verheyratet an Boliners Stette K Cappelen (= Hof Böllner in Ostercappeln). Hinzu kamen der jetzige Colon Heinrich Philipp und sein Bruder Caspar Bernd, der ebenfalls auf den Hof Huntemann einheiratete. Es werden somit zwei Söhne genannt, die auf die „Huntumbs Stette“ geheiratet haben. Claus Heinrich und CasparBernd.Diebeiden Halbbrüder haben „nacheinander“ auf den Hof geheiratet, und zwar in folgender Reihe, die sehr anschaulich eine der damals oft vorhandenen „Ehegruppen“ zeigt: Der Erbe des Hofes Huntemann, Johann Hundtmann, heiratete zunächstam5.10.1689Margaretha Gertrud Wilker zu Herringhausen. Er hatte mit ihr zumindest eine Tochter Catharina Gertrud oder Margaretha. Nach dem Tod des Hoferben heiratete die Witwe am 26.10.1694 den Nachbarssohn Nicolaus (Claus) Heinrich WilkerzuFelsen. Ausdieser Ehe stammte zumindest der am 15.1.1696 getaufte Johann Arnold Huntemann. Seine Taufurkunde unterscheidet sehr sorgfältig zwischen dem Namen des Vaters Wilker Velstensi, dem Namen der Mutter Wilker Herringhausen und demNamendes Hofes, dendas Kind erhält.

Am 3.10.1706 stirbt die Bäuerin des Huntemann-Hofes. Margaretha Gertrud Wilker zu Herringhausen, und der Witwer heiratet am 6.11.1706 Anna Catharina Steinkamp. Inwieweit weitere Kinder aus diesen drei Ehen stammen, ist noch nichtgeklärt.Sicherist jedoch, daß bereits vor 1723 die Tochter aus der 1. Ehe heiratete, und zwar Caspar Bernd Wilker zu Felsen. Dieser Caspar Bernd war ein Halbbruder ihres Stiefvaters, die Ehe war also ohne weiteres möglich.

Heinrich Philipp mußte sich mit den Stiefgeschwistern auseinandersetzen, was den Brautschatz anbelangte. Sein Vater Johann Heinrich hatte Ihnen wohl eine hohe Abfindung zugesagt und begonnen auszukehren. Daß Heinrich Philipp als neuerColonhatteeingesetzt werden können, zeigt, daß seine Halbgeschwister aus der ersten Ehe der Mutter bereits alle anderweitig gebunden waren und durch die Abfindung – auch wenn sie erst zu einem Teil erfolgt war – aus der Erbfolgeausgeschiedenwaren.Heinrich Philipp hielt die Auslobung seiner Stiefgeschwister für zu hoch und ließ deshalb die Leistungsfähigkeit des Hofes feststellen.

Die Geschwister konnten sich jedoch nicht untereinander einigen. Am 30. August 1722 notierte der Oboedientiar v. Oer, daß er von Streitigkeiten auf der Wilker-Stätte erfahren habe.

Als die Mutter Catharina Vornholt am 6. Dezember 1723 gestorben war, wurde schon nach kurzer Zeit eine umfangreiche Untersuchung vorgenommen. Am 29. Dezember wurde festgestellt, daß „Catharina Vornholt und der StieffvatterJohannHeinrichHonebrinck haben ausgelobet an brautschatz ...... 1mo an brautschatzgelder 150 Rthler 2do 2 Malt Roggen, 2 Malt gersten, 2 Malt habern 3tio 3 Kühe, 3 Schmalthier 4to 3 Schweine 3 Ferckeln 5to 1 Pferdt undt 1 Enter 6to den brautwagen mit angehörigen, nemlich mit einem kueffen, Kleiderschapp, ein unterbette und oberbette, 1 poell, 2 Küßen, 1 Kleidt. 7mo 6 Hembden 2 Schnüpftücher 8vo 2 Stühle

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